Liebe Leser unserer

Sewastopol - Internet - Seite





Im Namen des MSC Helmbrechts begrüße ich Sie recht herzlich.

Schön, daß Sie bei uns hereinschauen. Der nachfolgende Text wendet sich hauptsächlich an neu hinzukommende Interessenten. Den „altgedienten“ Sewastopol-Teilnehmern muß man nicht mehr viel erklären.

Sie bekommen hier Informationen über eine Veranstaltung die Sie letztlich wieder einmal aus der virtuellen Welt herausführt in die rauhe, kalte Wirklichkeit einer Winternacht. Ein kleines Abenteuer, nicht jeder wird sich dafür begeistern können, aber wir können nicht über mangelnden Zuspruch klagen, unsere Starterzahlen liegen weit über dem Durchschnitt ähnlicher Veranstaltungen und das kontinuierlich seit Jahrzehnten!

Ich freue mich jedenfalls, Ihnen unsere Sewastopol einmal etwas näher vorstellen zu können

Im Jahr 2019 findet unsere Veranstaltung zum 48. Mal statt. Unser Traditionstermin ist immer der 1. Samstag im neuen Jahr, deshalb diesmal am Samstag, 05. Januar.

Das Konzept, seit 1972 unverändert, ist ganz einfach: Fahre von A über B und C nach D. Das allerdings unter Berücksichtigung der vom Veranstalter vorgegebenen Idealstrecke. Diese ist in Karten von kleinem Maßstab (1:50 000 / 1: 25 000) mit Pfeilen eingetragen. Dann geht´s los, der Beifahrer sagt an und der Fahrer fährt. Und fahren darf bei uns jeder der einen gültigen Führerschein und ein ordnungsgemäß zugelassenes Fahrzeug vorweisen kann.

Aber! Dies ist keine Rennveranstaltung. Wir bewegen uns im öffentlichen Straßenverkehr unter strikter Beachtung der Verkehrsordnung. Deshalb erwarten wir mit Nachdruck von allen Teilnehmern ein entsprechendes diszipliniertes Verhalten. Fahrer die hier gerne mal "die Sau `rauslassen" wollen, sind uns absolut nicht willkommen. Ganz abgesehen davon, daß bei uns nicht Geschwindigkeit sondern nur die Zuverlässigkeit und die gute Teamarbeit zum Erfolg führt.

Was braucht man? Ein normales, wintertaugliches Auto (es ist keine Materialschlacht, aber mit Sicherheit auch keine Spazierfahrt), einen Fahrer mit guter Fahrpraxis, einen Beifahrer der zumindest die wichtigsten Grundregeln des Orisports kennt und weiß wo auf einer Karte oben und unten ist, ein Kartenbrett, Schreibutensilien und eine sehr gute Taschenlampe, noch besser ein Kartenbrett mit Klemmleuchte.

M & S-Reifen sind bei winterlichen Bedingungen Pflicht, ebenso das Mitführen einer Schaufel. Ein Abschleppseil sollte ebenfalls griffbereit sein. Man weiß ja nie.

Nach Möglichkeit meiden wir den normalen Verkehr, wie auch Ortsdurchfahrten und weichen auf Nebenstraßen aus. Das heißt aber oft genug schneebedeckt, vereist und sehr häufig nicht asphaltiert, dafür dann aber Schlaglöcher! Zwar ist die Strecke so ausgelegt, daß sie mit jedem serienmäßigen Fahrzeug befahren werden kann, aber natürlich, ein Allrad-Pkw tut sich manchmal leichter. Diesen Unterschieden tragen wir mit Klassen nach den Antriebskonzepten Rechnung (Front-, Heck- Allradantrieb). Jeder kann aber auch in einer Sonderklasse starten, die insgesamt eine etwas leichtere Aufgabenstellung bei gleichem Streckenverlauf bietet.

Wir fahren in der Nacht, in relativ einsamen Gegenden, meist keine Wegweiser, so ganz einfach wird die Sache nicht. Ein Neuling wird kaum auf Anhieb siegen, doch mit Spaß am Fahren und engagierter Teamarbeit ist viel zu erreichen. Jeder der in Wertung ins Ziel kommt hat eigentlich gewonnen. Und wir belohnen 50 % der Gestarteten mit Pokalen und Ehrenpreisen.

Seit 1972  führen wir unsere Veranstaltung ohne Unterbrechung durch. Wir freuen uns auch, daß wir inzwischen bestimmt die meistbesuchte Veranstaltung dieser Art in Deutschland sind.

Wer steht hinter dem Wir? Es sind die Aktiven des MSC Helmbrechts, dazu viele Freunde, zum Teil seit Jahrzehnten dabei und immer bemüht auch unter den oft schwierigen Bedingungen, alles vom Start bis zur Siegerehrung reibungslos über die Bühne zu bringen. Schon seit 1984 setzen wir auf Computerhilfe bei der Auswertung und wir setzen alles daran möglichst bald nach Eintreffen des letzten Fahrers die Ergebnisse aushängen zu können. 

Mein Dank gilt auch allen Behörden und vielen privaten Betrieben die uns bestens unterstützen und damit die Organisation erheblich erleichtern. Wir kommen im übrigen aber ohne Sponsoren aus (von öffentlichen Zuschüssen ganz zu schweigen) und finanzieren alles selbst. Wenn möglich ist auch  der private Rettungsdienst ORMS mit seinem Chef Klaus Spörl dabei. Je nach Art des Einsatzes ist dieser u. U. auch kostenpflichtig.

Wir schaffen für ein paar Stunden eine spannenden Atmosphäre und oft auch einem kleinen Kampf mit den Naturgewalten, wo der Mensch die Technik auch schon mal mit Schaufel und Muskelkraft unterstützen muß.

Natürlich alles im fairen Wettstreit mit den anderen Teilnehmern. Das alles zu zivilen Preisen, ohne große Kosten im Vorfeld. So gesehen eine Veranstaltung für alle die gerne Auto fahren, wobei gerade auch die Damen erfolgreich vertreten sind. 

So, schauen Sie sich in Ruhe weiter unsere Seite an, in der Rubrik „Neuigkeiten“ werden z. B. auch während des Jahres stets aktuelle Infos, wenn nötig, eingestellt.

Herzlichst

Georg Riedel



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